Die cyborg Maus – oder: Anruf aus dem Diesseits

Cyborg Maus klingt doch eigentlich ganz niedlich oder?

Nun, mein Telefon klingelte, jemand rief unsere Firmennummer an. Ich meldete mich mit Namen – in der Regel kenne ich die Leute die anrufen persönlich.

Nur wer da jetzt anrief kannte mich nicht, erläuterte weiter: planet cyborg.

Ah, dann sei er ja richtig. Er habe vor einem halben Jahr eine Maus bei Amazon bestellt und jetzt bei Amazon angerufen und die haben ihm unsere Nummer gegeben. Eine Maus von Cyborg.

Jetzt sollte ich doch tatsächlich der Hersteller einer Maus sein.

Es hat gut 3-4 Minuten gedauert ihn darüber aufzuklären, dass wir keine Hardware herstellen und auch gewerblich mit Amazon nichts am Hut haben. Vielleicht wollte er sich nicht von so einem dreisten Hersteller abweisen lassen, bis ich ihm sagte, dass wir eine GbR sind, die aus zwei Studenten besteht, die „Webseiten basteln“. Das war dann doch überzeugend.

Die Frau bei Amazon hätte ihm die Telefonnummer im Netz herausgesucht – und direkt von unserer Webseite abgelesen.

Er müsse dann wohl nochmal bei Amazon anrufen, entschuldigte sich und beendete das Gespräch etwas verwirrt. Ich ebenso.

Vorlesungen gleichzeitig hören

Mir wurde schon mehrfach geraten, ich sollte zu Professor McGonagall gehen um mir so einen Zeitumkehrer zu besorgen. Ich belege zwei Vorlesungen, die gleichzeitig stattfinden.

Die beiden Räume liegen unmittelbar nebeneinander und sind durch eine dynamische Modulwand getrennt. Diese war komplett abgebaut.Im Prinzip hätte ich die Vorlesungen also tatsächlich auch parallel hören können, da die Gebäudetechnik nicht erreichbar war.

Wir haben dann aber doch noch vorher die Elemente wenigstens lose zu einer Wand zusammengeschoben. Hat noch jemand einen Zeitumkehrer (Englisch übrigens Time-tuner) übrig?

REAL Erlebnis des Jahres

Ich marschiere strammen Schrittes in Richtung „Flüssigseife zum Nachfüllen“, ohne Wagen oder Korb, denn mit dem Wagen sind jplitza und allspark gerade auf Club Mate Suche gegangen (leider erfolglos). Ich habe eine offene rot/blaue Fleecejacke mit hochgekrempelten Ärmeln an.

Auf einmal steht eine Frau mittleren Alters vor mir, begrüßt mich und fragt mich ernsten Blickes, wo man denn „Handpumpen, mit der man Muttermilch von Hand abpumpen kann“ finden würde.

Ich war etwas irritiert, natürlich genau die Reaktion, die sie vom Durchschnitts-Discounter-Mittarbeiter erwartet hatte. Ich bot ihr trotzdem die Medizin- und Baby-Abteilung als Ziel an. Dort wäre sie schon gewesen, da gäbe es nur elektrische Pumpen. Tja, habe ich gesagt, ich würde die Handpumpen direkt daneben platzieren. Die Antwort befriedigte sie sichtlich nicht.

Als sie dann noch immer nicht nachließ wurde mir bewusst, dass sie mich für einen REAL-Mitarbeiter hält. Dann habe ich ihr kurzerhand erklärt, dass ich keiner bin – und in diesem Moment wäre sie wohl am liebsten sofort im Boden versunken. „Oh entschuldigung, wie peinlich!“

Lachend haben wir uns dann getrennt, weiter Richtung Flüssigseife, vorbei an einem weiteren Kunden der das Gespräch belauscht hatte und grinste.

Mensch, dass es Melkmaschinen für Frauen im REAL gibt, dass es sie überhaupt gibt!

Schöne Aktion!

Skype beeerdigen?

Hier geht es nicht, wie der Titel vielleicht vermuten lässt, darum dass Microsoft Skype übernommen hat – sondern um folgende Situation:

Ich schrieb einen Nerd (ich gender in diesem Fall nicht, handelt sich aber um ein Weibchen) via Skype an. Mehrfach – und bekam nach einiger Zeit keine Antwort, was sehr ungewöhnlich für besagte Person ist. Also schrieb ich noch etwas.

Dann tat sich was:

Beerdigung ppsscchht

war die Antwort.

In einer Beerdigung online zu sein ist so eine Sache denn ich weiß, dass ihr Handy lautstark vibriert, wenn man ihr schreibt.

Ich halte mich dann jetzt mal zurück, bis die Beerdigung vorbei ist.

Oranges Internet [Update]

In einer Jugendherberge in Zürich ein freies WLAN gefunden. Schnell herausgestellt, dass ein „Captive“ des Internetproviders Orange dahinter steckt. Kostenpflichtig natürlich.

Aber dann entdeckte ich den Button „free IPv6“ und der Inhalt der Seite dahinter verkündete die Zukunft des Internets und um eben dies vorranzutreiben freie IPv6 Benutzung.

Abenteuerlich, unsere Webseiten sind damit zwar erreichbar, viele andere Services auch, aber das WLAN ist unverschlüsselt. Wir versuchen jetzt über IPv6 ein OpenVPN aufzubauen, was (warum zum Teufel?!) ein Abenteuer darstellt.

Ein SOCKs Proxy ermöglicht mir gerade, diesen Blog-Eintrag zu schreiben.

Wir kriegen überall, wo IPv4 ist ruckzuck auch ein IPv6 hin. Umgekehrt aber nicht. Hallo Zukunft.

[Update] Nach einer Stunde läuft dann ein OpenVPN mit IPv6 Fähigkeit (kommt eigentlich erst im nächsten Release), ein DHCP-Server für IPv4 und ein NAT dafür, sodass wir über einen Switch hier vor Ort altes und neues Internet haben.

Von Infoten und Mathemagiern in Fahrstühlen: Lachen verboten

(Oder auch: Die Lachübung)

2010. Man trifft sich ja praktischerweise immer wieder schon im Fahrstuhl und fährt dann gemeinsam durchs Gebäude. Fahrstühle als technische Errungenschaft betrachtet scheinen doch manche Individuen sehr zu verwirren:

Sie stieg ein, wollte wohl in die 6. Ebene fahren und begann mehrfach und unter staunender Beobachtung unsererseits anstatt die großen üblichen Etagenwähl-Knöpfe einen anderen Knopf zu drücken. Vom letzten Fahrstuhl-Post ist es ja bekannt, dass die Fahrstühle ein Telefon haben. Dass allerdings jemand versucht mit der Wähltaste auf der die 6 steht in die 6. Ebene zu kommen war eine völlig neue Erfahrung. Kaum angekommen stürzten wir in den nächsten offenen Raum und brachen in einen Lachkrampf aus. Da war Luft-Anhalten gefragt.

Besagte Dame begann übrigens nach der Fahrstuhlfahrt kalten Cafeten-Kaffee in der Mikrowelle zu erwärmen.

Immerhin hatten wir unseren Spaß.